Vom Schatten ins Licht: Eine philosophische Abrechnung mit der Sucht

Therapie fängt immer bei sich selbst an! Hilfe zu schreien und zu denken, es werde geholfen, ist nur bedingt wahr. Vielmehr zeigt es dir einfach den Weg der Möglichkeit.

Drogensucht ist eine Unvermögen, die eigenen unterdrückten Emotionen aus dem Munde zu bringen. Es gibt nicht umsonst das Wort Nosce te ipsum – aber wenn du Klamauk willst, so bekommst du ihn auch.

Um es klar zu machen: Platons Höhlengleichnis ist keine Illusion, es ist wahrhaftig wahr. Schmerzen mögen zugelassen werden; mit Drogen erübrigst du nur eine Prokrastination der Lösung. Wer noch nie ein Licht im Leben gesehen hat, der kann auch nicht wissen, was das Licht ist. Wie im Höhlengleichnis ist es nur ein Gegenüber – keinen Sprung, sondern eine Denkschaltung weit.

Bei den Drogen ist es die Natur, immer mehr und mehr zu wollen. Sei es Zigarette oder Alkohol – die sind des Wissens vertraut –, aber beim Kokain ist es um ein Mannigfaltiges mehr.

Koks ist, wie in einer Villa zu hausen, ohne die Miete zu begleichen. Früher oder später kommt der Wasserrohrbruch, und dein Leben wird in Scherben sichtbar. Für null Profit Luxus ist es nicht wert, im Hamsterrad zu verweilen. Gönne dir Ruhe.

Es ist brutal zu gedenken, wie man von dieser Villa loskommt. Aber ermögliche dir, an kleinen Dingen im Leben Freude zu haben. In einer Party macht die Lichtshow schon alles – aber nein, man muss drüben trüben!

Kokain ist einfach dumm. Ich habe aber nicht die acht Jahre verloren, sondern wahrhaftig verschlafen! Es ist ein Hamsterrad der Grossklasse. Nur mit einem klaren Geist wirst du später sehen, welche Seifenblasen es alles nur erschaffen hat! Du fühlst dich derartig gross, und mit zunehmender Klarheit wird es dir peinlich wahr und klar, dass es nur Schaum war.

Drogen machen Halbsachen – das ist noch euphemistisch dargestellt.

Zudem: Alkohol ist zweifelsohne eine harte Droge, in Mass noch geniessbar. Manchmal gedenkt man einfach, das Hirn wegzupusten, um in den Rausch zu verfallen – aber ist es dir wirklich wert, was danach kommt? Mir nicht.

Jegliche Motivation muss aus deinem Inneren kommen und nicht aus irgendwelchen Techniken. Unterschiede bestehen lediglich im Ausmass der Abhängigkeit – oder auch im Ausmass der Ehrlichkeit dem unzulänglichen Selbst gegenüber.

Es mangelte auf Erden noch nie an grossen Menschen – lediglich aber an solchen, die bereit waren zu lernen und für ihr Leben die Verantwortung zu übernehmen

„Ich bin aus der Höhle raus – warum sollte ich denen, die noch drin sitzen, erzählen, dass die Schatten an der Wand eigentlich ganz hübsch sind?“

Drogen haben viele Gesichter und lassen sich nicht auf eine Explikation verkürzen.

Führe dich nicht in Versuchung. Ersuche dich selbst!

„Wer Wege aus der Sucht sucht, der täte gut daran, sich mit Gabor Matés Im Reich der hungrigen Geister gefasst zu machen.“

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