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Smarte Teleskope: Der Betrug an der Faszination
Es lässt mich schaudern, wenn ich lese, welche „smarten“ Teleskope heute den Markt überschwemmen. Es sind Geräte, die das Verständnis für die Himmelsmechanik derart trüben, dass die eigentliche Verbindung zum Kosmos verloren geht. Dennoch werden sie massiv für die Astrofotografie propagiert.
Man könnte einem fast das Gefühl geben, es ginge gar nicht mehr um das Sehen – als würde man uns die Augen durch Chips ersetzen und das Teleskop direkt im Gehirn implantieren wollen. So herzlos und digital diese Entwicklung erscheint, so sehr schreitet die Verdummung von Einsteigern und Hobbyastronomen voran. Alles wird automatisiert, bis das Wissen über den Nachthimmel völlig verkümmert.
Nutzt eure Augen! Nutzt die Gabe, das Licht direkt zu erfassen. Es gibt keine Technik, die den Moment ersetzen kann, in dem ein Photon nach Jahrmillionen genau auf eure Netzhaut trifft.
Ergänzend sei gesagt: Wenn es digital sein soll, erspar dir das Geld für ein Teleskop. Mit hochwertigen Bildbänden oder Filmen hast du das Universum besser abgebildet, als du es mit diesen „schmuckigen“ digitalen Instrumenten jemals erreichen wirst. Wer die echte, seidenfeine Realität am Okular nicht mehr sucht, hat den Kern der Astronomie bereits verloren.
Wall-E zeigt, wo´s langgeht!