Rohstoffhandel mit Venezuela

Hat Trump soeben zustande gebracht – zu welchem Preis? Mit dem Niedergang der USA sollte das Ölvorkommen versiegen, was wünschenswert wäre.

Kein Reich stirbt an der Hand des Feindes – es stirbt an der eigenen Erschöpfung, die es vor sich selbst verbirgt, indem es nach aussen greift, was ihm innerlich längst entglitten ist. Wer fremde Quellen anzapft, während die eigenen versiegen, betreibt nicht Macht, sondern Verzögerung: eine Verlängerung der Agonie, kostümiert als Triumph.

So verhält es sich mit jedem Kolonisator der Endzeit: Je lauter er den Fund verkündet, desto sicherer ist der Mangel, den er zu übertönen sucht. Das Öl fremder Erde wird zum Morphium eines Körpers, der die eigene Wunde nicht mehr sehen will.

Vielleicht ist das die letzte Ironie der Macht: Sie stirbt nie am Mangel, sondern an der Weigerung, ihn zu erkennen.

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