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Arbeitsweg
Wer die Kleider der Firma trägt, trägt auch ihre Botschaft – nur eben unentgeltlich, sobald er die Schwelle des Betriebs verlässt. Im Haus wird die Umkleidezeit bezahlt, auf der Strasse nicht; als hörte die Zugehörigkeit zur Firma an der Tür auf, während das Logo auf der Brust sie weiterträgt. Der Arbeiter wird so, ohne es zu wollen, zum wandelnden Aushängeschild – ein Werbeträger wider Willen, der für seine eigene Sichtbarkeit nichts erhält.
Wolltest du der Firma diese Werbung verweigern und in eigenen Kleidern erscheinen, würde sie es dir kaum gestatten. Das Uneigentliche daran: Sie beansprucht dein Äusseres, ohne es zu entlohnen, und verweigert dir zugleich, dich ihm zu entziehen. So zeigt sich der Eigennutz der Institution nicht dort, wo er offen auftritt, sondern gerade dort, wo er sich als Selbstverständlichkeit tarnt.